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So finden Sie den passenden Härtegrad für Ihr Boxspringbett

So finden Sie den passenden Härtegrad für Ihr Boxspringbett

Wie hart oder weich sollte ein Boxspringbett eigentlich sein? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über den Boxspringbett-Härtegrad wissen müssen.

Wie hart oder weich sollte ein Boxspringbett eigentlich sein? Leider gibt es dafür keine allgemein gültige Antwort. Die gute Nachricht ist aber: In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über den Boxspringbett-Härtegrad wissen müssen und bekommen ein paar nützliche Tipps darüber, wie Sie Ihre perfekte Matratze finden.

So ergibt sich der Boxspringbett-Härtegrad

Boxspringbetten sind allgemein für ihr eher weiches und schwingendes Liegegefühl bekannt. Durch die Federung in Box und Matratze ergibt sich dennoch eine gute Stütze für die Wirbelsäule. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass eine Matratze verwendet wird, die den individuell richtigen Härtegrad aufweist.

Individuell ist auch ein gutes Stichwort für Paare: Denn in einem Doppelbett empfiehlt sich, dass beide Partner eine eigene Matratze bekommen, anstatt eine Doppelmatratze zu verwenden. Auf diese Weise kann optimal auf die Bedürfnisse beider Partner eingegangen werden. Und keine Sorge: Dank des Toppers entsteht trotzdem keine lästige Besucherritze.

Wie findet man aber nun die für sich passende Matratze? Die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Härtegrad einer Matratze für Boxspringbetten sind…

  • …der Body-Mass-Index
  • …die persönlichen Liegegewohnheiten
  • …die Füllung der Matratze
  • …das persönliche Empfinden

Dazu aber später noch mehr!

Härtegrad für die Matratze beim Boxspringbett

Härtegrade von Matratzen werden in Werten zwischen H1 (sehr weich) und H5 (sehr hart) angegeben. Allerdings sind diese Härtegrade nicht genormt und so kann etwa eine „weiche Matratze“ von Hersteller zu Hersteller jeweils ein wenig unterschiedlich definiert sein. Für Sie bedeutet das, dass Sie Ihre neue Matratze immer erst testen müssen, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Hier geben wir Ihnen als Überblick trotzdem schon einmal eine Matratzenhärtegrad-Liste fürs Boxspringbett:

Boxspringbett Härtegrad 1 (H1)

Dieser Härtegrad ist der weichste von allen und wird eher selten hergestellt. Er eignet sich nur für besonders leichte Menschen oder Kinder, die weniger als 60 kg auf die Waage bringen. Da der Körper darin sehr leicht einsinkt, sollten Sie eine H1-Matratze nicht wählen, wenn Sie mehr als 60 kg wiegen.

Boxspringbett Härtegrad 2 (H2)

Das Boxspringbett in H2 ist äußerst beliebt bei Frauen zwischen 60 und 80 kg. Der Härtegrad ist weich bis mittelfest und eignet sich vor allem für Seitenschläfer gut. Die Schulterpartie kann dabei optimal einsinken und die Halswirbelsäule wird entlastet.

Boxspringbett Härtegrad 3 (H3)

Diese Boxspringbettvariante ist die am häufigsten verkaufte. Der Härtegrad H3 ist perfekt für Rückenschläfer, weil der Lendenwirbelbereich dadurch gut gestützt wird und nicht durchhängt. Meist wird die Matratze für ein Gewicht von 80 – 100 kg empfohlen.

Boxspringbett Härtegrad 4 (H4)

Diese Matratze ist gemeinhin für ein Gewicht ab 100 oder 120 kg gedacht. Da sie sehr hart ist, eignet sie sich gut für Übergewichtige und verhindert, dass man darin zu sehr einsinkt. Bauchschläfer können ebenfalls davon profitieren.

Boxspringbett Härtegrad 5 (H5)

Ein Boxspringbett in H5 ist wirklich nur für sehr schwere Menschen geeignet, da die Matratze hierbei äußerst hart ist. Viele Hersteller führen Betten in diesem Härtegrad gar nicht, da sie nur sehr selten wirklich Verwendung finden.

 

Obwohl es fünf Härtegrade gibt, werden Boxspringbetten in H2 und H3 weitaus am häufigsten verkauft. Um herauszufinden, ob so eine Schlafunterlage auch für Sie passend ist, empfehlen wir Ihnen, sich ausgiebig beraten zu lassen und am besten probeweise auf der Matratze zu schlafen!

 

Der Topper-Härtegrad

Während der Härtegrad fürs Boxspringbett hauptsächlich über die Matratzenfederung definiert wird, ergibt der Topper die Feinheiten des Liegegefühls. Er ist aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, die verschiedene Empfindungen – von weich bis hart und kühlend bis wärmend – ergeben. Der Härtegrad des Toppers ist aber beim Kauf eines neuen Bettes meist schon auf die Matratze abgestimmt. Falls Sie ein amerikanisches Bett kaufen, bei dem kein Topper inkludiert ist, müssen Sie sich noch Gedanken darüber machen, welcher Topper der richtige für Sie ist.

Welche Matratze ist die richtige? - So lässt sich der Härtegrad der Matratze berechnen

Wenn Sie auf der Suche nach einer Matratze für Ihr Boxspringbett sind, haben wir im Folgenden einen kleinen Guide zusammengestellt, der Ihnen dabei behilflich sein soll. Damit kommen Sie Schritt für Schritt zu Ihrer perfekten Matratze!

1. Härtegrad berechnen mit BMI

Mithilfe des BMI erhalten Sie schon eine erste Einschätzung darüber, welche Matratze Sie benötigen. Doch warum zählt hierfür der BMI und nicht nur das Körpergewicht allein? Ganz einfach, die Verteilung des Gewichts spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für das Liegegefühl! Bei einer großen, schweren Person wird das Gewicht schließlich besser verteilt als bei einer kleinen, schweren Person. Dementsprechend brauchen beide vermutliche untere Härtegrade für das Boxspringbett.

So berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index:

  • BMI= Körpergewicht in kg/(Körpergröße in m)²
  • Beispiel: 65 kg/(1,70 m)² = 22

In der folgenden Tabelle haben wir zusammengefasst, welcher Matratzenhärtegrad sich für welchen BMI eignet.

BMI Härtegrad
unter 20 H1
20-25 H2
25-30 H3
über 30 H4

 


 

Härtegrad Matratze

2. Matratzenart

Matratze ist nicht gleich Matratze! Denn für den Härtegrad spielen neben der Qualität der Matratze auch Federung und Innenmaterial eine wesentliche Rolle. Während eine Bonellfederung beispielsweise in der Box gut kommt, ist sie für die Matratze eher ungeeignet. Stattdessen haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten:

  • (Tonnen-)Taschenfederkern: Hier sind die Federn in spezielle Stofftaschen eingefasst und bilden zusammen eine Fläche. Daraus ergibt sich eine punktelastische Federung. Das heißt: Die Federn geben nur dann nach, wenn sie tatsächlich belastet werden. Sie bilden dann eine etwas festere Unterlage und stützen die Wirbelsäule optimal. Wer viel schwitzt, kommt mit dieser Matratze gut zurecht, denn sie ist sehr atmungsaktiv.
  • Kaltschaummatratzen: Kaltschaum zählt zu den beliebtesten Materialien für Matratzen. Er passt sich der Körperform optimal an und weist ebenfalls eine hohe Punktelastizität auf. Zudem bieten Kaltschaummatratzen eine hohe Wärmeisolation und ein mittelweiches bis mittelfestes Liegegefühl. Wer Rückenprobleme hat, unruhig schläft oder nicht gern einsinkt, ist damit gut beraten.
  • Latexmatratzen: Seiten- oder Bauchschläfer freuen sich über eine Latexmatratze, die ein bequemes und druckentlastendes Liegegefühl bereitet. Latexmatratzen verfügen über eine gute Luftzirkulation und sind eine ideale Lösung für Allergiker, die gerne weich bis mittelweich liegen.
  • Viscoschaummatratzen: Viscoschaum kann sich perfekt an den Körper angleichen und passt zu all jenen, die ruhig schlafen und nicht zu viel schwitzen. Vor allem Seitenschläfer kommen hier auf ihre Kosten, da sie relativ tief in die Matratze einsinken können.

 

3. Schlafposition

Die Position, in der Sie Ihre Nacht verbringen, ist beim Matratzenkauf nicht zu unterschätzen. Idealerweise sollte die Wirbelsäule stets eine gerade Linie bilden, ohne durchzuhängen. Dort, wo der Druck am höchsten ist, ist es aber wichtig, dass die Matratze nachgibt. Für die Rückenlage bedeutet das, dass man keinesfalls ein Hohlkreuz bilden sollte. Das Gewicht muss sich regelmäßig verteilen können.

Denken Sie einmal einen Moment darüber nach, in welcher Schlafposition Sie am häufigsten liegen. Sind Sie…

  • …Bauchschläfer?
    Greifen Sie auf eine eher härtere Unterlage zurück, also eine mittelfeste bis feste Matratze. Im Idealfall sollte der Bauch möglichst gerade liegen, denn wenn er zu tief einsinkt, verkrümmt sich die Wirbelsäule. Allerdings ist von der Bauchlage generell abzuraten, da diese Schlafposition nicht besonders gut für den Nacken ist.
  • …Seitenschläfer?
    Wenn Sie meistens auf der Seite liegen, muss sichergestellt werden, dass Hüfte und Schultern gut einsinken können. Zu hoch darf der Härtegrad der Matratze daher nicht sein, da sich die Wirbelsäule sonst ebenfalls verkrümmt und nicht gut gestützt wird. Wählen Sie eine weiche bis mittelfeste Matratze.
  • …Rückenschläfer?
    Wer seine Nächte auf dem Rücken verbringt, sollte eine mittelfeste Matratze bevorzugen. Ist die Matratze zu weich, sinken Sie am Fußende und mit Becken und Schultern zu tief ein und es entsteht ein Hohlkreuz.
  • …jemand, der seine Schlafposition häufig wechselt?
    Möglicherweise drehen Sie sich im Schlaf auch häufiger hin und her, sodass keine der drei genannten Beschreibungen exakt auf Sie zutrifft. In dem Fall eignet sich ein mittelhartes Boxspringbett mit unterschiedlichen Liegezonen. Auf diese Weise erreichen Sie eine hohe Punktelastizität. Schwere Körperteile wie der Kopf erfahren eine stärkere Stütze, Beine und Rumpf werden hingegen weniger stark belastet.

4. Persönliche Vorlieben und Alter mit einbeziehen

Schlaf hängt auch immer vom eigenen Komfortempfinden ab. Wer erholsam schlafen möchte, darf das persönliche Gefühl dabei also nicht außer Acht lassen. Denn unter einer „weichen Matratze“ versteht schließlich jeder etwas anderes. Außerdem hat wohl jeder oder jede unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie er oder sie gerne schläft.

Dazu gilt folgende Faustregel:

  • Schlafen Sie lieber auf einer harten Matratze, können Sie Ihrem BMI noch 3 Punkte hinzurechnen.
  • Wenn Sie hingegen lieber weich schlafen, können Sie Ihrem BMI 3 Punkte abziehen.

Das Alter sollten Sie beim Matratzenkauf ebenfalls nicht außer Acht lassen. Während Sie in jungen Jahren noch darauf bedacht sein sollten, dass der Rücken gut gestützt wird, ist es im Alter besser, wenn Sie mit dem Rücken etwas mehr einsinken. Je älter Sie werden, desto weicher sollte demnach das Boxspringbett sein.


Wichtige Fragen zur Matratze fürs Boxspringbett

Zugegeben, es ist nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen, die passende Matratze für sich zu finden. Abschließend haben wir uns deshalb noch ein paar häufigen Fragen angenommen, die beim Matratzenkauf fürs Boxspringbett auftauchen könnten.

Harte oder weiche Matratze: Was ist besser?

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass sich diese Frage nicht pauschal beantworten lässt, da der Härtegrad der Matratze von verschiedenen Faktoren abhängt. Sehr weiche Matratzen fühlen sich zwar anfangs oft angenehm an, können längerfristig aber Probleme für den Rücken nach sich ziehen, weil der Körper zu sehr einsinkt und die Wirbelsäule somit nicht ausreichend gestützt wird. Der Körper hat keine Möglichkeit mehr, die Bandscheiben und Gelenke zu entlasten, wenn die Wirbelsäule durchhängt, was Verspannungen in Nacken und Schulterbereich nach sich ziehen kann.

Ist die Matratze hingegen zu hart, kann der Körper nicht richtig einsinken. Dadurch verkrümmt sich die Wirbelsäule auf unnatürliche Weise was gerade den Schulter- und Beckenbereich sehr belastet. Nicht selten kommt es dann in diesen Bereichen zu Verspannungen und Schmerzen.

Kann man eine weiche Matratze härter machen?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Der Härtegrad der Matratze lässt sich nicht direkt erhöhen und sollte immer passend zu Ihren persönlichen Rahmenbedingungen gewählt werden. Allerdings kann eine weiche Matratze mit einem härteren Topper zumindest ein wenig reguliert werden. Trotzdem, ein optimales Liegegefühl ist dadurch nicht gegeben. Wenn Ihre Matratze also zu weich ist, geben Sie sie zurück bzw. legen Sie sich eine neue zu

Welchen Härtegrad für die Matratze bei Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen beim Schlafen rühren häufig daher, dass die Matratze den falschen Härtegrad aufweist. Suchen Sie einen Arzt auf oder wenden Sie sich an einen Experten für Boxspringbetten, um herauszufinden, welche Matratze für Sie geeignet ist.

Entspricht die Matratze nämlich Ihrem Schlaftyp und Gewicht, entstehen erst gar keine Rückenschmerzen. Grundsätzlich sollte die Matratze eher etwas härter ausfallen, denn das Durchhängen des Rückens ist eine sehr weit verbreitete Ursache für Rückenschmerzen. Vor allem sogenannte 7-Zonen-Matratzen eignen sich außerdem gut, weil sie sich perfekt an den Körper anpassen.

Welcher Topper bei Rückenschmerzen?

Der Topper kann bei Rückenschmerzen ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten. Besonders gut ist hierfür ein Geltopper, denn er reagiert auf Druck und passt sich anatomisch korrekt an den Rücken an. So wird die Wirbelsäule gezielt unterstützt und die Muskulatur kann im Schlaf entspannen.

Welche Matratzen für Übergewichtige?

Kräftigere Menschen müssen darauf achten, nicht zu sehr in die Matratze einzusinken. Ein Boxspringbett für Übergewichtige sollte daher mit einer Matratze mit Taschenfederkern ausgestattet sein, weil diese ein eher härteres Liegegefühl produziert. Dementsprechend muss die Matratze jedoch auch einen höheren Härtegrad aufweisen. Ein Boxspringbett mit Härtegrad 4 oder in manchen Fällen mit Härtegrad 5 ist dafür ideal.

Sie sehen: Die „richtige“ Matratze für sich zu finden ist zwar nicht einfach, lohnt sich aber! Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie dabei also keine Abstriche machen. Mit der richtigen Beratung finden Sie bestimmt schon bald den Härtegrad für Ihr Boxspringbett, der Sie nachts traumhaft und gesund schlafen lässt!