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Sofa-Qualität erkennen: Auf diese Merkmale sollten Sie achten

Sofa-Qualität erkennen: Auf diese Merkmale sollten Sie achten

Woran entscheidet sich eigentlich, ob es sich um ein hochwertiges Sofa handelt? In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf einer Couch achten müssen und wie Sie die Sofa-Qualität erkennen.

Ob beim Fernsehen, Lesen oder einem kleinen Nickerchen: Auf dem Sofa verbringen wir einen beträchtlichen Teil unserer Lebenszeit. Da empfiehlt es sich, dieses Möbelstück sorgfältig auszuwählen. Nicht zuletzt ist eine Couch eine größere finanzielle Investition und soll daher lange Zeit halten. Aber woran entscheidet sich eigentlich, ob es sich um ein hochwertiges Sofa handelt? In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf einer Couch achten müssen und wie Sie die Sofa-Qualität erkennen.

Welche Gütesiegel für gute Sofa-Qualität gibt es?

Bevor man sich im Detail mit dem neuen Sofa beschäftigt, kann man sich zunächst an allgemein anerkannten Gütesiegeln orientieren. Damit hat man die Sicherheit, dass das Möbelstück bestimmte objektive Kriterien erfüllt. Besonders aussagekräftig sind solche Siegel, wenn sie von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wurden. In Bezug auf Sofas sind folgende Gütesiegel interessant:

  • Das Goldene M (RAL-Gütesiegel für Möbel): Dieses Siegel wird von der deutschen Gütegemeinschaft für Möbel e. V. vergeben. Ein Gremium von Fachleuten entwickelt laufend die Kriterien, die ein Möbelstück erfüllen muss, bevor es das Goldene M erhält. Insbesondere werden Verarbeitung, Haltbarkeit, Sicherheit und die Freiheit von Schadstoffen beurteilt.
  • Der Blaue Engel: Ein Gütesiegel vom Bundesministerium für Umwelt, das für umweltschonende Produkte vergeben wird. Möbel mit dem Blauen Engel sind im Vergleich zu ähnlichen Produkten besonders nachhaltig, schadstoffarm und klimaschonend hergestellt. Weiters garantiert das Siegel, dass das Möbelstück gesundheitlich unbedenklich ist.
  • Gütesiegel GS für geprüfte Sicherheit: Um die Gesundheit geht es auch beim Gütesiegel GS (geprüfte Sicherheit). Hierbei wird bestätigt, dass das Sofa keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Bestimmte Grenzwerte für Schad- und Giftstoffe dürfen nicht überschritten werden, aber auch scharfe Kanten oder Nägel, an denen man sich verletzen könnte, sind tabu.
  • Textiles Vertrauen nach Öko-Tex Standard 100: Dadurch wird garantiert, dass die Textilien des Produkts vollkommen frei von Schadstoffen sind. Die Grenzwerte sind dabei meist deutlich strenger als die gesetzlich vorgegebenen.
  • EMAS: Ein Label der EU, das für besonders nachhaltiges Umweltmanagement steht. EMAS-Teilnehmer zeichnen sich durch einen nachhaltigen und schonenden Umgang mit Ressourcen aus.

Qualitäts-Sofa kaufen: Diese Bereiche sollten Sie im Auge behalten

Das Sofa fühlt sich beim ersten Testsitzen angenehm und bequem an? Das ist gut – aber noch nicht ganz ausreichend. Schließlich soll das Möbelstück die Form noch viele Jahre lang wahren. Dafür kommt es vor allem auch auf den Aufbau des Sofas an. Nehmen Sie es deshalb genauer unter die Lupe und prüfen Sie die folgenden Bereiche. Nur so lässt sich das Qualitäts-Sofa von einem Billigprodukt unterscheiden.
 


 

1. Das Gestell

Ob eine Couch stabil allen Belastungen des Lebens standhält, entscheidet sich im Wesentlichen an ihrem Gestell. Idealerweise besteht dieses aus Massivholz, etwa Eiche, Kastanie oder Buche. Eine Konstruktion aus Spanplatten hingegen ist deutlich weniger stabil und bricht viel schneller. Am schlechtesten schneiden Sofagestelle aus Styropor oder Karton ab.

Wichtig außerdem: Alle Teile müssen miteinander verschraubt, verzapft oder durch Dübel verbunden sein. Die Bereiche, auf denen viel Druck lastet, sollten abgerundet sein, da sie andernfalls durchscheuern könnten.

Welches Gestell für das Sofa?

Tipp: Das Material des Untergestells ist unter den Polstern verborgen und nicht auf den ersten Blick erkennbar. Sie müssen also den Verkäufer/die Verkäuferin fragen. Im Zweifelsfall sollten Sie das Sofa kurz anheben. Ein Sofa mit einem Massivholz-Gestell ist nämlich deutlich schwerer als eines aus Spanplatten.



2. Sofa-Polsterung: Merkmale für Qualität

Üblicherweise besteht die Polsterung aus mehreren Schichten: Auf eine unterste Schicht mit Stahlfedern oder Gummigurten folgen einige Lagen an Schaumstoff. Aber auch eine Polsterung mit reinem Kaltschaum ist mittlerweile üblich und muss den Vergleich mit den Federpolsterungen nicht mehr scheuen.

Wellenunterfederung: Diese Federung besteht aus wellenförmigem Stahldraht (auch Nosag-Federn genannt). Vom Sitzgefühl her ist diese Federung etwas weicher.

Federkern: Besteht aus spiralförmigen Federn, die nebeneinander angeordnet sind. Diese Art der Federung ist besonders punktelastisch und sehr langlebig. Um die Qualität des Federkerns zu beurteilen, sollten Sie auf die Windungen (auch Gänge genannt, z. B. „5-Gang-Federkern“) der Federn achten: Je mehr Windungen der Federkern besitzt, desto stabiler und langlebiger ist er. Eine äußerst hochwertige Form ist außerdem der Taschenfederkern, hier sind die Spiralfedern in einzelne Taschen eingenäht.

Gummigurte: Bei einigen Sofas kommen auch elastische Gurte als Federung zum Einsatz, zum Beispiel wenn ein besonders weicher Sitzkomfort gewünscht ist. Gurte haben allerdings den Nachteil, dass sie sich schnell verformen und ausleiern.
 

Reiner Kaltschaum: Auch Polsterungen aus reinem Schaumstoff sind möglich, wobei diese mittlerweile eine sehr gute Qualität besitzen. Ein Sofa mit hochwertigem Kaltschaum oder Polyätherschaum bietet ebenfalls hohe Punktelastizität und sorgt für ein bequemes, ergonomisches Sitzen.
 

Federholzleisten: Dies sind Leisten aus flexiblem Holz, die einen Lattenrost bilden. Sie kommen vor allem bei längeren Flächen zum Einsatz, die eine Bettfunktion integriert haben.

Welches ist nun die beste Federung für ein Sofa? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Hier kommt es immer auch auf die Qualität der jeweiligen Federungsart an. Ein hochwertiger Taschenfederkern kann genauso empfehlenswert sein wie eine Polsterung aus atmungsaktivem Polyätherschaum. Auch Kombinationen sind möglich, z. B. eine Basis aus Wellenunterfederung und Federkern, sodass die Vorteile beider Varianten vereint werden.

Tipp: So gut wie alle Polsterungsarten sind mit zusätzlichem Schaumstoff überdeckt (Polsterabdeckung). Die Dichte des Schaums spricht hier für Qualität: Je dichter und schwerer der Schaumstoff, desto besser. Das sogenannte „Raumgewicht“ des Schaums sollte mindestens 40 kg pro Kubikmeter betragen.



3. Der Bezug: Kriterien für die Qualität einer Couch

Schließlich gilt es, den Bezug der Couch auf deren Qualität hin zu beurteilen. Auch beim Stoff gibt es wieder verschiedene Varianten, die Palette reicht von Baumwolle, Microfaser bis zu Leder oder Kunstleder. Natürliche Stoffe wie Leder oder Baumwolle sind besonders atmungsaktiv, Microfaser ist dafür sehr pflegeleicht. Beim Kunstleder sollte man auf eine Dicke von mindestens 1 mm achten, da es sich sonst sehr schnell abnützt.

Die Qualität von Textilien wird im Allgemeinen nach den folgenden Kriterien beurteilt. Meist sind Informationen diesbezüglich auf den Stoffmustern angegeben, ansonsten können Sie auch bei den Verkaufsberatern nachfragen.
 

  • Stoffbezug für das SofaScheuerbeständigkeit: Der Martindale-Wert gibt an, wie widerstandsfähig ein bestimmtes Material ist. Hierbei misst man die Anzahl an „Scheuertouren“, denen ein Gewebe standhalten kann. Je mehr Scheuertouren bzw. je höher der Martindale-Wert, desto besser. Für den Sofabezug ist ein Wert von mehr als 12.000 empfehlenswert.
  • Knötchenbildung (Pilling): Mit der Zeit bilden sich kleine Knötchen auf dem Stoff, wie man es auch von Wollpullovern kennt. Die Neigung zum Pilling wird auf einer Skala von 1 (wenig Knötchenbildung) bis 5 (viel Knötchenbildung) gemessen.
  • Lichtechtheit: Angaben darüber, wie sehr das Material bei Sonneneinstrahlung ausbleicht. Um dies zu beurteilen, gibt es eine Messskala von 1 bis 8, wobei 8 der beste Wert ist. Für Indoor-Polstermöbel ist ein Wert von 4-5 meist ausreichend.
  • Reibechtheit: Hier geht es darum, inwiefern sich die Farben anderer Textilien auf dem Sofa abreiben. Genau wie bei der Knötchenbildung beurteilt man dies auf einer Skala von 1 (wenig Abrieb) bis zu 5 (viel Abrieb).
     

 

Wie weich wollen Sie sitzen?

Ein wichtiger Punkt beim Sofakauf ist zudem die unterschiedliche Sitzhärte: Je nach Vorliebe können Sie sich für ein Sofa mit weicherer oder härterer Polsterung entscheiden.

  • Weiche Polsterung: Diese Variante ist geeignet für Personen, die sich sehr weiche Polstermöbel wünschen und auch optisch eine „Kuschellandschaft“ bevorzugen.
  • Mittelweiche Polsterung: Falls Sie eine legere Optik möchten, aber trotzdem auf Wert auf Unterstützung beim Sitzen legen – dann eignet sich eine mittelweiche Polsterung.
  • Feste Polsterung: Diese Polsterung bietet festen Sitzkomfort und hervorragende Unterstützung des Körpers. Hierfür wird meist Federkern verwendet, der mit Schaumstoff ummantelt ist.

Gut zu wissen ist außerdem: Jede Polsterung wird mit zunehmendem Gebrauch etwas weicher, auch das gilt es beim Kauf zu berücksichtigen.

Übrigens: Bei Polstermöbel Fischer erhalten Sie Sofas in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Sitzhärten. Von der gemütlichen Sitzlandschaft für die ganze Familie bis zur orthopädischen Couch – in unserem Sortiment finden Sie bestimmt ein passendes Polstermöbel für Ihre Bedürfnisse!

Welche Zusatzleistungen und Garantien sind wichtig?

Wenn Sie verschiedene Sofas miteinander vergleichen, sollten Sie außerdem auf das Drumherum achten. Also: Welche Zusatz-Services sind inkludiert bzw. zu günstigem Preis dazu buchbar? Beispiele dafür sind die Lieferung bis ins Wohnzimmer, die Montage oder sogar die Entsorgung der alten Couch. Darüber hinaus ist es interessant, zu wissen, ob und wie lange man Garantie auf das neugekaufte Sofa erhält. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre. Für ein hochwertiges Polstermöbel sollten Sie aber mindestens fünf Jahre lang Garantie haben.

Weiches Sofa

Kurz und knapp: Checkliste für ein Sofa in guter Qualität

Hier finden Sie die wichtigsten Punkte noch einmal kurz zusammengefasst. Drucken Sie die folgende Checkliste doch einfach aus und nehmen Sie sie zum nächsten Sofa-Kauf mit!

  • Gütesiegel „Goldenes M“ der deutschen Gütegemeinschaft für Möbel.
  • Idealerweise ein stabiles Gestell aus Massivholz anstelle von Spanplatten.
  • Langlebige Polsterung, zum Beispiel aus hochwertigen Nosag-Federn, Federkern oder Kaltschaum.
  • Der Schaumstoff der Polsterung hat ein Raumgewicht von mindestens 40 kg/m³.
  • Widerstandsfähiger Bezug mit einem Martindale-Wert von mehr als 12.000 Scheuertouren.
  • Vergleichsweise wenig Knötchenbildung des Bezugstoffes, erkennbar an einem niedrigen Pilling-Wert.

Sofa-Qualität erkennen: Von außen oft schwierig

Ein bisschen Hintergrundwissen hilft also ungemein, um sich beim Sofa-Kauf ein Urteil bilden zu können. Wer ein wenig über die einzelnen Sofa-Bestandteile Bescheid weiß, ist klar im Vorteil. Trotzdem ist es oft gar nicht so einfach, von außen die Sofa-Qualität zu erkennen. Denn äußerlich ist ja nur der Bezug ersichtlich, von Polsterung und Untergestell kann man sich kein Bild machen.
Hier lohnt sich die fachgerechte Beratung, zum Beispiel von den Lieblingsplatzberatern bei Polster Fischer. Diese nehmen sich Zeit für Sie und erklären Ihnen ausführlich den Aufbau sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Polstermöbel. So erhalten Sie garantiert ein hochwertiges Sofa, welches Ihnen lange Freude bereitet!